E-Commerce

Die wirtschaftliche Entwicklung des E-Commerce-Marktes hat die Wachstums-Prognosen deutlich übertroffen. Die Wege der Digital Natives und etablierter Handelskonzerne kreuzen sich im MultiChannel.
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Als weiterer Treiber von Online-Bestellungen ist mit dem digitalen Wandel die Ausweitung vom B2C zum B2B zu nennen. Die Herausforderungen des E-Commerce nehmen damit an Komplexität  und Vielschichtigkeit zu, welches sich insbesondere in den Anforderungen an die logistischen Prozesse widerspiegelt:

  • Individualisierung und Verfügbarkeit der Bestände
  • Breite Artikelspektren bei permanent bzw. saisonal schwankenden Orderlines
  • Flexible, kombinierbare Prozesselemente
  • Sichere Kommissionierqualität bei kurzen Durchlaufzeiten
  • Intelligentes Retourenmanagement

Als essentieller Bestandteil der Logistik, muss vor allem das Materialflusssystem den Anforderungen des E-Commerce genügen und bildet – in Kombination mit dem Informationsfluss – das Rückgrat für die Wertschöpfung im Online-Handel.

Profitieren Sie von unserer langjährigen Planungserfahrung im Bereich flexibler, aber dennoch effizienter Logistiklösungen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Herausforderung eine auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Lösung zu erarbeiten.

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Logistik IT-Konzepte

Das „Process and Application Landscape Model – PAL“ ist das Vorgehensmodell zur integrierten Prozess- und IT-Planung in der gesamten Supply Chain – für Beschaffung, Produktion, Lager und Distribution.
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Im Rahmen der Ist-Analyse und Schwachstellenermittlung werden die gemeinsam definierten Prozessbereiche vor Ort untersucht und bezüglich ihrer Schwachstellen analysiert.
Im Anschluss daran erfolgt eine Visualisierung der Schwachstellen in den Prozessen, der Organisation und der IT, wie im Folgenden schematisch dargestellt.Die Dokumentation erfolgt standardmäßig mit MS Visio in Anlehnung an das BPMN-Modell (Business Process Model and Notation). In Absprache mit dem Kunden kann eine andere Form der Dokumentation bei Beginn des Projektes vereinbart werden.
Basierend auf den identifizierten Schwachstellen wird ein Soll-Konzept entwickelt, welches Maßnahmen für Organisation, Prozesse und IT beinhaltet. Diese Maßnahmen werden priorisiert und weisen ein mögliches Vorgehen bei der Umsetzung der Optimierungspotenziale auf. Diese Priorisierung wird zunächst seitens integral vorgenommen und anschließend in iterativen Schritten gemeinsam mit dem Kunden abgestimmt und finalisiert.
Die identifizierten Potenziale werden im Sinne einer Prozess- und IT-Roadmap dokumentiert. Hierbei entsteht die optimierte „Process and Application Landscape“ des Unternehmens.
Im Anschluss an die vorangegangenen Schritte kann eine IT-Systemhausempfehlung ausgesprochen werden. Es erfolgt dabei zunächst die Ermittlung von gegebenenfalls weltweit agierenden, potenziellen Anbietern. Daraufhin werden diese Anbieter anhand von Knock-out-Kriterien vorselektiert, die gemeinsam mit dem Unternehmen abgestimmt werden. Anschließend erfolgt eine finale Selektion, welche die Systemanbieter sowohl anhand von Unternehmens- und Funktionskriterien als auch nach monetären Kriterien bewertet. Das Ergebnis stellt eine Auswahl von IT-Systemanbietern dar, welche für die vorliegende Problemstellung am besten geeignet sind.
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Logistikplanung

Die Konzept-, System- und Detailplanung der Logistik ist eine systematische Vorgehensweise zur Bestimmung geeigneter Prozesse, technischer Lösungen und Layoutvarianten. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Planung der Logistikprozesse und des Materialflusses.
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Entscheidend bei der Planung eines Logistikzentrums sind u.a. die genaue Abstimmung der Prozesse untereinander und die dazugehörenden Schnittstellen. Unsere Vorgehensweise ist in 4 Phasen aufgebaut.

In der ersten Phase, der Konzeptions- / System- und Layoutplanung nutzt integral etablierte Planungsmethoden und -tools, um einerseits Planungssicherheit zu gewähren und andererseits mit 3D-Verfahren die Materialflüsse anschaulich zur besseren Bewertung darzustellen. Ein Ergebnis ist die Berechnung der Investitionen und der Logistikkosten als Basis für Realisierungsentscheidungen. Ziel ist es immer einen leistungsfähigen und kostenoptimalen Betrieb darzustellen und den richtigen Automatisierungsgrad zu wählen.

In Phase 2, der Detailplanung, werden die zukünftigen Prozesse, Lager- und Materialflusstechnik eng mit der Ausführungsplanung der Baukonstruktion abgestimmt sowie die Schnittstellen zur Organisation und IT definiert.

In Phase 3 wird dann die Ausschreibung sämtlicher Gewerke erstellt, Angebote von Lieferanten eingeholt und verglichen sowie eine Vergabeempfehlung ausgesprochen.

In Phase 4 erfolgt die Umsetzung des Projektes, in der integral Montage und Inbetriebnahme begleitet, Funktions- und Leistungstests koordiniert sowie die Abnahme dokumentiert.
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Prozessdesign und Reorganisation

Bei der integral-Planungsphilosophie spielt der Prozess die zentrale Rolle. Diese Prozesse zu designen, die Anforderungen an Technik, IT und Mitarbeiter zu definieren, ist die Basis für eine effiziente Logistik, sowohl im Bereich der Produktion, als auch der Distribution.
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So können deutliche Verbesserungen durch investitionsarme Reorganisationsmaßnahmen erreicht werden – Stichwort: Intelligenz vor Investition.
Im Rahmen des Prozessdesigns gestalten wir anforderungsgerechte Prozessmodelle, indem wir sowohl die Kernprozesse als auch die Supportprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysieren. Dabei berücksichtigen wir sowohl alle relevanten Faktoren, die IT-Systeme, als auch sämtliche Schnittstellen zu angrenzenden Funktionen (z.B. Vertrieb, QS etc.).
Im ersten Schritt erfolgt meist eine Prozessaufnahme der Ist-Prozesse und im Anschluss daran eine Visualisierung der Prozesslandschaft. Damit entsteht eine Gesamtübersicht aller logistischen Prozesse in einer Prozesslandkarte des Unternehmens.
Bei der darauffolgenden Analyse von organisatorischen oder technischen Schwachpunkten können Handlungsfelder definiert werden. Die Soll-Prozesse und die daraus resultierenden Anforderungen werden – auch mit Blick auf Best Practice Lösungen anderer Unternehmen – erarbeitet und bewertet. Die Ergebnisse stellen den Ausgangspunkt für die anschließende Umsetzung der Optimierungspotenziale in Form einer Reorganisation bzw. technischer Veränderungen dar. Diese ermöglicht es uns, sowohl kurzfristig sogenannte „Quick Wins“, als auch langfristige Optimierungspotenziale zu heben und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens durch transparente, schlanke und effiziente Prozesse zu steigern. Die Festlegung von KPI`s dient hierbei zur Messung der Verbesserung.
Ebenso ist es uns wichtig, dabei auch die Organisationsstruktur mit zu betrachten, wir begleiten auch hier mögliche Veränderungsprozesse innerhalb der Organisation.
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Logistik in der Kosmetikindustrie

Ein kontinuierlich wachsender und sich permanent ändernder Kosmetikmarkt (u.a. Multi-Channel) sowie ein steigender Kostendruck geben Anlass zum Handeln. Innovative Lösungen im Bereich der Logistik, die leistungsfähig und zugleich anpassungsfähig sind, können hier entlasten.
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Profitieren Sie von unserer langjährigen Planungserfahrung im Bereich flexibler, aber dennoch standardisierter Logistiklösungen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Herausforderung eine auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Lösung zu erarbeiten.

Logistische Trends

  • Insourcing
  • Kunden- / Marktspezifische Distribution
  • Wachsende Variantenvielfalt initiiert durch Forschung und neue Kosmetiktrends
  • Auf/- und Ausbau der internationalen Logistiknetzwerke
  • Fokussierung auf Fälschungssicherheit
  • Multi-Channeling

Weiterführende Dienstleistungen

  • Strategie Potenziale
    Distribution
    Potenzialanalyse
  • Solution Engineering
    Logistikplanung
    Prozessdesign & Reorganisation
  • Operation Management
    Projektmanagement
    Anlaufunterstützung

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Herausforderungen in der Logistik für die Business & Customer Electronics-Branche

Richtig Durchstarten nach der Krise!?
Der Strukturwandel (Stichwort: Multi Channel) in den Absatzmärkten sowie weltweit stetig verkürzte Produktzyklen, mit neu zu erschließenden Ländern, stellen viele Unter-nehmen vor neue logistische Herausforderungen.
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Nachhaltigkeitsdiskussionen lenken den Fokus auf den Umgang mit Gefahrstoffen in der Supply Chain und auf eine neue Reparatur-Kultur, diese und andere Anforderungen strapazieren Ihre Prozesse in der Distribution und Reverse-Logistik. Nutzen Sie unsere Prozesserfahrung aus führenden Unternehmen aller Branchen als Katalysator für Ihre Prozessoptimierung.Deutsche Elektroindustrie

Wachstum [%] Quelle ZVEI

Logistische Trends

  • Skalierbare Standardprozesse
  • Service Level Qualität im In- und Outsourcing
  • Wachsende Variantenvielfalt gefährdet Produktivität
  • Multi-Channel
  • Aufbau und Ausbau internationaler Logistiknetzwerke

Weiterführende Dienstleistungen

  • Strategie Potenziale
    Distribution
    Potenzialanalyse
  • Solution Engineering
    Logistikplanung
    Prozessdesign & Reorganisation
  • Operation Management
    Projektmanagement
    Anlaufunterstützung

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Verschwendungsfreie Produktionslogistik

Bei vielen Produktionsunternehmen gibt es Optimierungspotenziale in Form von einer ganzheitlichen Methodeneinführung. Durch einen sinnvollen und abgestimmten Einsatz von Maßnahmen und Methoden kann die Leistungsfähigkeit eines Produktionssystems mittels Verbesserung quantitativer Leistungs-kennzahlen der Produktion erheblich gesteigert werden.
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Diese Leistungskenn-zahlen umfassen Bestand, Durchlaufzeit (DLZ), Rüstzeit, Anlagenverfügbarkeit, Ausschussrate und qualitative Aspekte, wie gesteigerte Mitarbeitermotivation und höhere Prozesstransparenz.
Diese Verbesserungen können sowohl Groß- als auch kleine und mittlere Unternehmen realisieren. Aufgrund wachsender Marktanforderungen ist es wichtig einen stetigen Verbesserungsprozess im Unternehmen zu gewährleisten, um auch zukünftig am Markt konkurrenzfähig zu sein.
Gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern werden Elemente in der Produktion eingeführt, die so aufeinander abgestimmt sind, dass die positiven Aspekte der jeweiligen Maßnahmen und Methoden genutzt und zu einem Gesamtsystem zusammengefasst und die negativen Aspekte der Maßnahmen minimiert werden. Bei der Implementierung eines ganzheitlichen Systems ist integral darauf bedacht, Mitarbeiter in den KVP einzubinden und zu schulen, sodass ein nachhaltiger Erfolg im Unternehmen gewährleistet wird. Somit ist Ihr Unternehmen den Herausforderungen der steigenden Marktanforderungen gewachsen.Ausblenden

Logistics Road MAP – logistics follows business strategy

Die Logistik ist das Fundament für neue Geschäftsmodelle. Nach stagnierenden Umsätzen in den letzten Jahren entwickeln Unternehmen neue Wachstumsstrategien, um an alte Erfolge anzuknüpfen. Dabei kommt der Logistik eine besondere Bedeutung zu, da diese Wachstum auf operativer Ebene erst ermöglicht. Zusätzlich generiert sie durch exzellente Logistikleistungen neue Märkte.
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Die Welt der Logistik wird internationaler, die Beschaffung erfolgt weltweit und die Absatzgebiete dehnen sich bis zu den Schwellenländern aus. Neben traditionellen Geschäftsmodellen gewinnen neue Vertriebskanäle, wie E-Business, Zusammenarbeit in Kooperationen und Mobile Business an Bedeutung. Erfolgreiche Unternehmen vertreiben ihre Produkte über Multi Channel Retailing und bieten den Kunden eine Cross Channel Logistik.
Parallel wollen die Verbraucher mehr Individualität, dies führt zu einer Explosion der Sortimente und zusätzlichen Dienstleistungen. Die Logistik bleibt von diesen Veränderungen nicht unbeein­flusst, sie muss schnelle Anpassungen vornehmen können.
Die Lösung dazu bietet eine „Logistics Road MAP“. Hierbei wird ein Logistikbaukasten erarbeitet, mit dem flexibel auf die jeweiligen Geschäftsentwicklungen reagiert werden kann.
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Grünes Licht für die Intralogistik

Die grüne Welle, wie die Initiative für umweltbewußte Produkte und Lösungen gerne bezeichnet wird, rollt unaufhaltsam auf uns zu. Aber wie grün sind unsere Lösungen wirklich? Und wie viel grün verträgt der Kunde?
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Viele vertreten die Meinung: „Ich bin so lange grün, wie ich es mir leisten kann!“ Wir sind der Meinung: „ Ich bin grün, weil ich mir nichts anderes leisten kann!“
Ökologie und Ökonomie sind zwei Felder, die sich nicht gegenseitig ausschließen müssen. Und genau hier möchten wir Sie unterstützen:
Kosten senken, nicht nur der Umwelt zuliebe! Der Markt bietet viele energieeffiziente Lösungen für die Intralogistik. Vom geregelten Antrieb, über vollautomatische Regalbediengeräte mit Energierückspeisung bis hin zu intelligenten Steuerungen zur Verbrauchsminimierung. Aber ein Problem bleibt: Was bringen diese Lösungen im individuellen Fall und wie kann man diesen Vorteil darstellen.
An diesem Hebel greift integral mit einer neuen Lösung: Betriebskostenoptimierung durch Ermittlung und Reduzierung der Energiebedarfe in der Intralogistik.
Durch diese neue Dienstleistung ist es uns schon in der Planung möglich, die Förder- und Lagertechnik hinsichtlich des Energiebedarfes zu optimieren. Das Logistiksystem wird in ein dreidimensionales Computermodell überführt. Für jedes Technikelement, bzw. jeden Antrieb wird ein spezifischer Verbrauchswert hinterlegt. Anschließend können in einer Simulation verschiedene Belastungsszenarien (Normallast, Leistungstest, etc.) des Materialflusses angegeben und deren Energiebedarfe ermittelt werden. In einem zweiten Schritt können Optimierungspotentiale aufgezeigt und direkt verbessert werden.
Die Energieoptimierung bietet ein hohes Einsparungspotential. Bei einem Fördertechnik-Invest von beispielsweise 10 Mio. Euro, ist bei einem Zweischichtbetrieb schnell ein Bedarf von über 3 Mio. KWh pro Jahr notwendig. Wird ein Preis von 0,16 Euro pro KWh angenommen, entstehen Kosten von ca. 500.000 Euro. Da die Investitionskosten meist auf zehn Jahre abgeschrieben werden und die Betriebskosten mit diesen betrachtet werden sollen, müssen auch die Betriebskosten auf zehn Jahre gerechnet werden.
Das ergibt Energiekosten von fast 5 Mio. Euro in 10 Jahren. Eine Einsparung von 20% der Energiekosten ergibt ein Plus von ca. 1 Mio. Euro (nach Schätzungen des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. lassen sich durch Einsatz bestimmter Antriebe 20% der Energie einsparen).
Nachhaltige Planung ist der Schlüssel zum Erfolg!
integral hilft Ihnen durch eine nachhaltige Planung dabei, Kosten zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.
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Lohnt es sich? RFID-Einsatz in der Logistik

Textillogistik auf großer Fahrt. Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen, Dipl.-Kfm. André Mannel (beide Universität Dortmund) und René Koch (integral) nehmen die Wirtschaftlichkeit des RFID-Einsatzes ins Visier.
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Von Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen, Dipl.-Kfm. André Mannel (Universität Dortmund, Fachgebiet Logistik), René Koch (integral)
Als sich Christoph Columbus aufmachte, den Seeweg nach Indien zu erschließen, ahnte er noch nicht, in welche Gewässer er tatsächlich steuerte. Seinem Irrtum, aber auch seinem unerschütterlichem Glauben verdankte er die Entdeckung einer neuen Welt.

Damit die Investition in ein RFID-Projekt kein waghalsiges Abenteuer wird, ist Orientierung gefragt. Für den Einsatz in der Textilindustrie hat RFID bereits die Segel gesetzt. Nun befindet sich die Technologie auf großer Fahrt. Der ersehnte Zielhafen: Die Wirtschaftlichkeit. In einem aktuellen Forschungsprojekt nimmt sich das Fachgebiet Logistik der Universität Dortmund (FLog) dieser Aufgabenstellung an.

Der Einsatz der RFID-Technologie in der Bekleidungsindustrie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Nicht zuletzt durch die Aktivitäten großer Handelskonzerne, die von ihren Herstellern die Ausstattung von Paletten, Kartons und Produkten mit RFID-Transpondern fordern. Die generelle Einsetzbarkeit der RFID-Technologie in der Textilbranche untersuchte das Fachgebiet Logistik der Universität Dortmund (FLog) bereits im Rahmen eines Mitte 2003 abgeschlossenen Forschungsprojekts. Nun nimmt ein neues Projekt die Wirtschaftlichkeit des RFID-Einsatzes unter die Lupe. Das Ziel ist die Entwicklung eines Kostenbewertungsmodells, welches individuelle Prämissen und Kostentreiber auslotet, praxisnah den Bedarf ermittelt, Einsparpotenziale entlang der gesamten Supply-Chain aufzeigt und somit Unternehmen der Textilbranche Entscheidungshilfe für eine maßgeschneiderte Lösung bietet.

Neben der Ermittlung eines detaillierten Anforderungsprofils, bei der neben bekleidungsspezifischen, logistischen und EDV-technischen auch wirtschaftliche Anforderungen untersucht wurden, gab es diverse Pilotversuche bei mehreren Unternehmen der Bekleidungsindustrie. Da hierbei nicht nur die logistischen Abläufe im Wareneingang, in der Lagerung, der Kommissionierung und dem Warenausgang im Fokus standen, sondern auch sich im Ausland befindliche Produktionsstandorte (zum Beispiel Bangladesh) einbezogen wurden, konnten Aussagen über die Wechselwirkungen der RFID-Technologie in der gesamten logistischen Kette gemacht werden. Neben den durchaus vorhandenen Optimierungspotenzialen konnten dabei auch Restriktionen festgestellt und Ansätze für Produktverbesserungen gewonnen werden.

Im Rahmen der Projektbearbeitung wurde jedoch deutlich, dass neben den technologischen Gesichtspunkten vor allem wirtschaftliche Faktoren die Entscheidung für oder gegen den Einsatz der RFID-Technologie beeinflussen. Aus diesem Grund erstellt das FLog zurzeit im Rahmen eines weiteren Forschungsprojektes ein Kostenbewertungsmodell zum Einsatz der RFID-Technologie in der Bekleidungsindustrie.

Neben der Analyse und Erfassung der RFID-relevanten Kosten, der Definition sowie der Quantifizierung des RFID-Nutzens wird hierzu auch ein Software-basiertes Bewertungsmodell entwickelt. Dieses berücksichtigt die individuellen Voraussetzungen der einzelnen Unternehmen und bietet damit eine verlässliche Aussage zur Wirtschaftlichkeit des Transpondereinsatzes in dem jeweiligen Unternehmen.

Einweg oder Mehrweg?

Basierend auf der Tatsache, dass die Integration von Transponder-Etiketten direkt in Bekleidungsstücke zurzeit noch problematisch ist, sind für die Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit Überlegungen zum Einsatz eines Mehrweg-RFID-Labels anzustellen. Dieses kann am Point-of-Sale (POS) vom Bekleidungsstück abgetrennt und zur Wiederverwendung zum Hersteller zurückgeschickt werden. Damit unterscheidet es sich vom üblichen Einweg-RFID-Label, das nur einmal die Kette durchläuft. Die Nutzung von Mehrweg-Labels in der Textilbranche bietet sich demnach gerade für eine Verfolgung der Warenströme auf Artikelebene (Item-Tagging) an. Einweg-Labels sind wegen ihrer kostengünstigeren Produktion und der einfachen Befestigung über Klebefolien hingegen prädestiniert für eine Anbringung auf Paletten, Kartons oder Verpackungen (Unit-Tagging).

In einem ersten Schritt hat das FLog in Zusammenarbeit mit dem projektbegleitenden Ausschuss, und hier besonders mit der Dortmunder integral logistics GmbH & Co. KG, einen Ansatz entwickelt, mit dem die Wirtschaftlichkeit des RFID-Einsatzes entlang der textilen Supply-Chain untersucht werden kann. Dabei sind zunächst folgende Schritte zu berücksichtigen:

Definition der Rahmenbedingungen

  • In welchem Detaillierungsgrad soll eine Rückverfolgbarkeit von Produkten nachvollziehbar sein? Ist die reine Identifikation von Objekten ausreichend oder sollen zusätzliche Informationen, wie zum Beispiel die Verweildauer der Objekte, an einzelnen Knotenpunkten zur Verfügung stehen?
  • Welche dieser Daten sollen dezentral auf jedem Transponder gespeichert werden und welche Zusatzinformationen lassen sich über eine Verknüpfung mit einer zentralen Datenbank generieren?
  • Reicht es im System aus, ganze Sendungen oder LKW-Ladungen zu kennzeichnen oder wird die Verfolgung von Paletten, Kartons oder gar von Einzelprodukten gewünscht?

Definition der Struktur

Das Gesamtsystem ist durch verschiedene Knotenpunkte definiert. Solche Knotenpunkte können beispielsweise Produktionsstätten, Lagergebäude oder Verkaufsfilialen sein. Im Unternehmen werden nur die innerbetrieblichen Identifikationspunkte – zum Beispiel Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung und Warenausgang – betrachtet. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass in Abhängigkeit von der Anzahl der beteiligten Akteure die Komplexität der Struktur sowie die wechselseitigen Beziehungen wachsen.

In der textilen Kette ist viel zeit- und kostenintensive Handarbeit im Spiel. Mit Hilfe von RFID lassen sich an allen Knotenpunkten manuelle Vorgänge vereinfachen.

Mengengerüst und Materialfluss

Anhand der Struktur der logistischen Kette sowie der zwischen den Knotenpunkten transferierten Mengen lässt sich ein Materialflussdiagramm erstellen, welches das dem Logistiksystem zugrunde liegende Mengengerüst abbildet. Darin ist enthalten, wie viele Paletten, Behälter oder Einzelartikel die einzelnen Knotenpunkte passieren. Folgende Parameter sind dabei zu berücksichtigen

  • Gesamtmenge der Einzelartikel pro Jahr
  • Anzahl der Produktionsstandorte mit Ausbringung
  • Anzahl der Herstellerlager
  • Anzahl der Handelslager
  • Anzahl der Filialen
  • Mengenverhältnis von Liege – und Hängeware
  • Anzahl der Teile pro Verpackungseinheit
  • Prozess- und Potenzialanalyse

Eine umfassende Prozess- und Potenzialanalyse kann eine unternehmensübergreifende Prozesstransparenz schaffen. Denn gerade eine differenzierte Analyse ist ein wesentlicher Indikator für die Aussagefähigkeit einer späteren Berechnung. Eine Besonderheit der logistischen Kette in der Textilbranche liegt in der Unterscheidung der Prozessabläufe für Liegeware und Hängeware. Der Unterschied besteht darin, dass Liegeware in Transportbehältern, wie zum Beispiel Kartonagen, Paketen oder Mehrwegsteigen, verpackt und auf Paletten transportiert wird, während Hängeware auf Kleiderbügeln den Weg durch die Supply-Chain nimmt.

Die Vorgehensweise einer Prozesskostenrechnung liefert unter anderem Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Tätigkeiten fallen in der Kette an?
  • Wie viel Zeit nehmen die Tätigkeiten in Bezug auf das zu kennzeichnende logistische Objekt in Anspruch?
  • Welche Kostentreiber können für die durchzuführenden Tätigkeiten identifiziert werden?
  • Welche Kosten fallen für die logistischen Prozesse (Warenannahme, Kommissionierung und so weiter) an?
  • Welche Zeitveränderungen ergeben sich durch den Einsatz von RFID?
  • Welche Kostenveränderungen leiten sich daraus für die Beteiligten in der logistischen Kette ab?

Im Rahmen der Potenzialanalyse kann beispielsweise herausgestellt werden, dass innerhalb der Supply-Chain an den Punkten des Warenübergangs – also dort, wo eine Ladung, eine Palette, ein Karton oder ein Teil den internen Bereich eines Unternehmens verlässt – manuelle Zähl-, Scan-, Erfassungs- und Kontrollvorgänge auftreten, die zeitaufwendig und dadurch kostenintensiv sind. Darüber hinaus bergen sie die Gefahr von Fehlern, eben weil die Arbeitsvorgänge per Hand ausgeführt werden.

Mit Hilfe der RFID-Technologie könnte durch die ständig am Bekleidungsobjekt vorhandenen Statusinformationen eine fast durchgängige Echtzeitverfolgung der Ware und eine effizientere Lagersteuerung vorgenommen werden. Die deutschen Konfektionäre müssen – nicht zuletzt um gegenüber dem Handel eine ständige Liefertreue gewährleisten zu können – hohe Lagerbestände vorhalten. Diese tragen dazu bei, dass eine Prozessbeherrschbarkeit mit Hilfe der heute eingesetzten Technologien oftmals kaum oder nur schwer zu erreichen ist. Von dem Einsatz der RFID-Technologie könnte so die gesamte textile Kette, also auch der Handel und der Logistikdienstleister, profitieren. Darüber hinaus ergeben sich durch die zeitnahe Verfügbarkeit von Lagerbeständen weitere Vorteile, die sich beispielsweise in einer Lagerbestandsreduktion und einer schnelleren Reaktion auf Handelsanfragen äußern können.

Ermittlung von Investitionen und Kosten

Die Implementierung einer neuen Technologie verspricht nicht nur Einsparungspotenziale durch Prozessbeschleunigungen, sondern verursacht auch Kosten, die ohne eine Umstrukturierung der Prozesse nicht anfallen würden. Deshalb bietet die Aufstellung eines Mengengerüsts eine Hilfestellung für eine Dimensionierung und Auslegung des gesamten Systems im Bezug auf die Investitionen und laufenden Betriebskosten. Es gibt Informationen darüber, zu welchem Zeitpunkt, an welcher Stelle und wie viele Einheiten des zu betrachtenden logistischen Objektes bearbeitet werden. Anhand von Leistungsprofilen für RFID-Komponenten wird der Bedarf an Komponenten (Antennen, Reader, Kabel und so weiter) für jeden Knotenpunkt ermittelt. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Lieferstruktur und des Mengengerüsts. Zusätzlich zu den Anschaffungs- und Betriebskosten sind für eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung weitere Kosten wie Schulungs-, Wartungs- und Kapitalkosten zu berücksichtigen.

Erst die genaue Kenntnis des Bedarfs entscheidet das Zusammenwirken der RFID-Komponenten – und damit die Kosten.

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Im letzten Schritt müssen nun die in Geldeinheiten bewerteten Einsparpotenziale aus Prozessveränderungen den ermittelten Investitionen und Kosten gegenübergestellt werden. Die in der Praxis verwendeten Methoden zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung logistischer Systeme beschränken sich in der Regel auf unmittelbar monetär erfassbare Einflussgrößen. Klassische Investitionsrechnungen wie die Kapitalwertmethode oder die Amortisationsrechnung vernachlässigen jedoch den Anteil an qualitativen Nutzenfaktoren, wie Flexibilität, Qualität, Sicherheit, Störanfälligkeit, Kostenvariabilität und Abhängigkeit.

Wie in anderen Projekten des FLog wird auch in diesem Projekt großer Wert auf die Praxisrelevanz der Ergebnisse gelegt. Aus diesem Grund erfolgt die Bearbeitung in Kooperation mit Unternehmensvertretern aus der RFID-Branche, der Bekleidungsbranche sowie Logistikdienstleistern.

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Planer oder Generalunternehmer? Der Planer als Partner in Generalunternehmerprojekten

Braucht man überhaupt noch einen Planer, wenn man einen Generalunternehmer gefunden hat? Wir meinen: Ja! Auch wenn der Generalunternehmer ein komplettes Paket liefert, sollte man sicher gehen, dass das Richtige drin ist.
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Früher wurden die Logistik Planungen für Lager- und Materialflusssysteme vorwiegend durch die Lieferanten der Logistikkomponenten erbracht. Mit zunehmender Komplexität wurden Logistikberater erforderlich, die ganzheitlich die Einzelkomponenten eines Logistikzentrums zu einem funktionierenden Gesamtsystem zusammenstellten und dabei das Ziel verfolgten, die Einzelgewerke aus einer Vielzahl von Lieferanten mit minimalen Investitionen einzukaufen.
Da die Verantwortlichkeiten und Garantien bei diesen Verfahren sehr schwierig abzugrenzen waren, übernahmen im weiteren Verlauf Lieferanten von großen Gewerken die Gesamtverantwortung. Diese Generalunternehmer übernehmen die Verantwortung für die Funktionalität und Leistungsfähigkeit eines Gesamtsystems, erbringen dabei aber oft nur das Engineering und die eine oder andere Teilkomponente in ihrem eigenen Lieferumfang.
Im Zuge dieser Entwicklung wurde die Rolle des Logistikberaters zunehmend in Frage gestellt.
Häufig auftretende Fehlplanungen, schwierige Anläufe und schlechte Performance bei Generalunternehmerprojekten zeigen jedoch, dass auch bei einer Vergabe an einen Systemintegrator ein neutraler Berater als Interessenvertreter des Bauherrn zum Erfolg eines Projektes erheblich beiträgt.
Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, bietet integral logistics unterschiedliche Varianten der Projektabwicklung an, die von der klassischen Einzelvergabe bis zur Synthese von unabhängigem Berater und Systemintegrator reichen.
Aufgrund der umfangreichen technischen Kompetenz der Generalunternehmer für viele Einzelkomponenten ist es häufig sinnvoll, dieses Wissen schon frühzeitig in die Konzeption eines Logistikprojekts zu integrieren.

So können zum Beispiel auf Basis einer technisch-organisatorischen Konzeption unterschiedliche Generalunternehmer in einem Ideenwettstreit verschiedene Detaillösungen erarbeiten. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte werden durch einen unabhängigen Logistikberater gegenübergestellt und bewertet. Das ausgewählte Konzept sorgt in Verbindung mit geeigneten IT-Strukturen und einer angepassten Vergabeform für einen optimalen Ablauf des Logistikprojektes. Erfahrungen aus einer Vielzahl von Logistikprojekten haben gezeigt, dass die Projektarbeit, über die Vergabe hinaus, das Projektmonitoring eines unabhängigen Beraters erfordert, denn nur so kann sichergestellt werden, dass alle Vereinbarungen aus der Planungs- und Angebotsphase auch wirklich umgesetzt werden. Im Falle von Unstimmigkeiten steht er als kompetenter Ansprechpartner für beide Vertragspartner zur Verfügung.

Diese Aufgabenstellung erfordert strategisch denkende Logistikberater, die die Marktsituation beurteilen können und die Möglichkeiten moderner Logistik in die Konzeptionen einbringen, wie zum Beispiel veränderte Distributionsstrukturen mit neuen geographischen Standorten, durch Globalisierung oder Ost-Erweiterung, geänderte Schnittstellen und Zuständigkeiten zwischen Produzenten und Händlern, z.B. durch VMI-Konzepte oder die Beschaffungslogistik, neue Verantwortlichkeiten im Logistikprozess durch Service Level Agreement oder eine verursachergerechte Kostenverrechnung.

 

Der Einsatz von unabhängigen Logistikberatern ist zu empfehlen, denn diese werden von keinem Produktinteresse getrieben. Einziger Maßstab ihres Einsatzes ist der Erfolg des Auftraggebers, gemessen an Liefergeschwindigkeit, Qualität und Logistikkosten.
Investitionseinsparungen von bis zu 20% in von Beratern geführten Projekten im Vergleich zum Ursprungsangebot zeigen deutlich, dass auch in der Zukunft der Einsatz von neutralen unabhängigen Logistikberatern für eine zeit- und kostenoptimale Durchführung von Logistikprojekten sinnvoll und notwendig ist.Ausblenden