Bewertung der Auswirkungen des RFID-Einsatzes in der Logistik
Der zunehmende Einsatz der RFID-Technologie über die gesamte Supply Chain – auch in offenen Kreisläufen und auf niedrigeren Aggregationsstufen – stellt höhere Anforderungen an eine Bewertung der ökonomischen Auswirkungen der Technologie.
Um heutigen und zukünftigen Anwendern und insbesondere auch kleineren und mittelständisch geprägten Unternehmen eine nachvollziehbare Methodik zur Bewertung der Kosten und Nutzen eines RFID-Einsatzes bereitstellen zu können, ist in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Unternehmensberatern, RFID-Herstellern, Systemintegratoren sowie Technologieanwendern (u. a. integral, Kaufhof Warenhaus AG, Ospig Textilgesellschaft, Schreiner LogiData und Dematic) eine neue VDI-Richtlinie erarbeitet worden. Die Richtlinie basiert im Wesentlichen auf den Forschungsarbeiten des Fachgebiets Logistik (FLog) der Universität Dortmund. Neben einer detaillierten Betrachtung der auftretenden Kostengruppen werden in der Richtlinie die einzelnen Effekte auf Prozesse und die Supply Chain strukturiert dargestellt und die jeweiligen Auswirkungen auf die Kunden- und Finanzebene diskutiert. Die Ausarbeitung ergänzt damit die bereits bestehende Richtlinienfamilie VDI 4472 "Anforderungen an Transpondersysteme zum Einsatz in der Supply Chain" mit dem Blatt 4 "Kosten-Nutzenbewertung von RFID-Systemen in der Logistik" um die notwendigen Erkenntnisse, die vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen die Einführung der RFID-Technologie ermöglichen soll.